Die agile Agentur: Teil 2

by | 20. Jun 2018

Der zweite Teil unserer vierteiligen Serie “die agile Agentur” befasst sich mit der Retrospektive. Wir beleuchten, wie durch Inspektion und Adaption Ziele innerhalb eines Teams schneller erreicht werden können und warum ständige Selbstreflexion wichtig ist, um ein erfolgreichen und effizientes Team aufzubauen.

Weitere Informationen zu Scrum:
Das agile Manifest | Was ist Scrum?

Die Retrospektive – Das Herz der agilen Agentur

Weißt du noch welche Fehler du in den letzten Projekten gemacht hast, wo es an Kommunikation gemangelt hat oder mit welchen Kniffen alles ein Stück geschmeidiger gelaufen wäre? Nein? Dann ist es höchste Zeit sich zu fragen: “Warum nicht?” Um agil zu werden muss ein Ort für Verbesserungen geschaffen werden. Das agile Manifest und alle Methoden, die sich davon ableiten (z.B. Kanban, Scrum, Extreme Programming), basieren letztendlich auf drei Säulen: Transparenz, Inspektion und Adaption. Egal für welche Methode man sich am Ende entscheidet oder wie diszipliniert man versucht, seine eigene auf die Beine zu stellen, es läuft immer darauf hinaus diese drei Keywords zu integrieren.

Um einen ersten Schritt in die richtige Richtung zu gehen, bietet es sich deswegen an regelmäßige Retrospektiven abzuhalten. Diese können auf Firmen-, auf Team- oder auf Projektebene abgehalten werden und sorgen dafür, dass Probleme schnell identifiziert werden und ein Plan festgelegt wird, sich zu verbessern. Allgemein geht es darum, Themen zu identifizieren, die einem Team auf dem Herzen liegen, diese Themen zu diskutieren und am Ende einen kurzfristigen Lösungsweg identifiziert zu haben.

Wir besiegen den Kindergarten

Wichtig ist, dass die Retrospektive in einem sicheren Umfeld abgehalten wird. Um Transparenz zu schaffen und damit die Möglichkeit zur Inspektion zu haben, müssen oft auch interne Konflikte gelöst werden. Man muss niemanden erzählen, dass geheime Absprachen oder persönliche Kleinkriege Gift für ein gut funktionierendes Team sind. Entsprechend ist der erste Schritt zu einer guten Retrospektive und einer transparenten Arbeitsweise die Abschaffung des Kindergartens. Sobald dieser Schritt geglückt ist, kann ein Team ehrlich miteinander umgehen und es angehen sich selbst weiterzuentwickeln. Die Retrospektive selbst kann als Meeting zur Inspektion gesehen werden.

In den meisten Fällen bietet es sich an Probleme möglichst spielerisch (da gibt es hunderte Varianten) anzugehen und mit Hilfe von Ice Breakern und einer lockeren Meeting-Agenda den stressigen Arbeitsalltag abzuwerfen und Dinge von außen zu betrachten. Zur Basisinspektion eines Teams oder eines Projekts gehören die folgenden Fragen:

  • Was lief im letzten Zyklus gut (kann ein Sprint sein, ein Projekt oder jede andere Art eines zeitlichen Abschnitts)?
  • Was lief im letzten Zyklus schlecht?
  • Was wollen wir im nächsten Zyklus machen, um uns als Team zu verbessern?

Anhand dieser Fragen können Themen (Achtung Wortspiel) retrospektive besprochen werden und Probleme, aber auch Gutes, identifiziert werden. Die dritte Frage der Verbesserung zielt auf die Säule der Adaption ab. Durch die Transparenz und die dadurch geschaffene Möglichkeit zur Inspektion, kann sich somit im nächsten Zyklus darauf fokussiert werden, eines der festgelegten Ziele zu adaptieren und entsprechend besser zu werden. Die Messbarkeit von “besser” kann entsprechend Geschwindigkeit, Qualität der gelieferten Arbeit, aber auch die Zusammenarbeit des Teams sein. Das einzig wichtige hierbei ist, dass sich das Team gemeinsam auf etwas einigt und es als gemeinsames Ziel wahrnimmt und lebt. Am Anfang kann dies schwierig sein, da es oftmals eine neue Sicht auf und Herangehensweise an Herausforderungen darstellt. Aber mit der Zeit werden Retrospektiven routinierter in den erzielten Ergebnissen – wichtig ist nur den Ablauf nicht zur Routine werden zu lassen.

Kaizen als stetige Selbstverbesserung

Bei Fewclicks wechseln wir die Themen in der Retrospektive oft durch. Die höchste Priorität haben immer Themen, die das Team akut beeinflussen. Das kann die Handhabung eines bestimmten Tickettyps sein, aber auch ein Konflikt im Verständnis von Aufgaben und Rollen. Sobald die akuten Themen geklärt sind und dafür Lösungen definiert wurden, nutzen wir die Retrospektive aber auch oft für Team-Building oder für die Vorstellung von Themen, die ein Teil des Teams für das ganze Team erarbeitet hat. Seit wir regelmäßige Retrospektiven machen – bei unseren einwöchigen Sprints sprechen wir von einer Stunde pro Woche – hat sich der Zusammenhalt im Team stetig verbessert und potentielle Konfliktherde werden früh erkannt und mit dem gemeinsamen Wissen und Können des Teams beseitigt.

Warum ist die Retrospektive also das Herz der agilen Agentur? Seit wir regelmäßige Retro-Termine mit unserem Scrum-Team haben, in denen wir die stetige Selbstverbesserung (Kaizen, kommt aus dem Japanischen) definieren und etwaige Schwierigkeiten aufdecken, sind wir schneller, qualitativ hochwertiger und aufgeschlossener geworden. Unser Team zieht an einem Strang, da durch die geschaffene Transparenz immer klar ist, wo die Reise hingehen soll. Und wenn es irgendwo passt, einen Artikel so zu beenden, dann hier: Der Weg ist das Ziel.

Cliffhanger – was folgt:

Teil 3: Deine Agentur wird agiler – Introducing Scrum
Teil 4: Agile Angebotsstellung und Abrechnung – Über Projekte und was danach kommt (Support & Co)

Ihr benötigt selbst mal eine Retrospektive und Zeit über euch als Team zu reflektieren? Wir bieten an, euch auf diesem wichtigen Schritt zum besseren Team zu begleiten.

Alles was ihr über agile Methoden wissen müsst, um als Team Projekte erfolgreich zu meistern. Wir bieten Workshops und Beratungsleistungen für Unternehmen und Agenturen.

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